Vorbereitung des häuslichen Arbeitsplatzes der Lehrkraft für die Verarbeitung personenbezogener Daten


Frage:

Wie kann der häusliche Arbeitsplatz so vorbereitet werden, dass er den Sicherheits-Anforderungen des "Erlasses zur Verarbeitung personenbezogener Daten am häuslichen Arbeitsplatz der Lehrkraft" vom 21. August 2009 entspricht und welche Empfehlungen sprechen die Staatlichen Schulämter dazu aus?

Antwort:

Für die Nutzung des privaten PCs am häuslichen Arbeitsplatz sind folgende Themen für Lehrkräfte von besonderer Bedeutung:

  • Schutz vor Malware: Als Malware werden Schadprogramme bezeichnet, welche entwickelt wurden, um unerwünschte und schädliche Funktionen auf einem Computer auszuführen. So sind beispielsweise Computerviren Schadprogramme, die sich wie Grippeviren im menschlichen Organismus in einem Computer ausbreiten und große Schaden anrichten können. Eine Infektion mit einem Computervirus kann mit einem Virenschutzprogramm verhindert werden. Zusätzlich schützt eine Firewall vor einer möglichen Ansteckung mit einem Computervirus. Ein weiterer Typ von Schadprogrammen kann sich in dem privaten PC einnisten und das Nutzerverhalten ausspionieren (z .B. persönliche Daten wie Kontodaten). Andere Schadprogramme wiederum können z. B. alle Tastendrücke speichern und an kriminelle Personen übermitteln (key-logger). Anti-Spy-Tools können diese Schadprogramme aufspüren und von dem PC entfernen.
  • Firewall: Eine Firewall verhindert bzw. erschwert einen heimlichen Zugang auf den eigenen PC, während dieser mit dem Internet verbunden ist. Eine Firewall bietet jedoch keine hundertprozentige Sicherheit vor Angreifern im Internet.
  • Verschlüsselungs-Tools: Mit diesen Programmen können privat genutzte Daten verschlüsselt werden. Hier besteht die Möglichkeit, einzelne Dateien, Verzeichnisse oder sogar Laufwerke zu verschlüsseln.
  • Anlegen eines persönlichen Benutzerkontos (Vgl. FAQ"Benutzer anlegen unter Windows XP" und FAQ "Benutzer anlegen unter Windows 2000")

 

Sowohl das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als auch die Staatlichen Schulämter sprechen Empfehlungen für kostenlose Programme aus, die dabei helfen sollen, die Sicherheitsanforderungen für den häuslichen Arbeitsplatz zu erfüllen:

 

1. BSI:

Auf der Seite www.bsi-fuer-buerger.de werden die Themen IT-Sicherheit und die empfohlenen Schutzprogramme anschaulich beschrieben und die jeweiligen Herstellerseiten zum Download der Programme verlinkt.

(Hinweis: Alle empfohlenen Programme dürfen kostenlos genutzt werden (nur bei privater Nutzung); sie sind in deutscher Sprache verfasst und erfüllen funktionale und ergonomische Kriterien, das heißt sie sind gebrauchsfähig und einfach in der Handhabung).

 

2. Staatlichen Schulämter

Auf den Internetseiten der Staatlichen Schulämter veröffentlicht finden sich neben Rechtsvorschriften und Informationen zum Thema Datenschutz und IT-Sicherheit am häuslichen Arbeitsplatz (Menüpunkt Datenschutz/IT-Sicherheit) ebenfalls empfohlene Schutzprogramme mit Installationsanleitungen, die in der folgenden Auflistung verlinkt sind:

Programm-Empfehlungen des Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main:
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Quellen:
Tags: AntiSpyware, BSI, Datenschutz, Datensicherheit, Spyware
Letzte Änderung:
2013-10-28 12:20
Verfasser:
(ka)(oe)
Revision:
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